Kind aller Länder - Irmgard Keun

Irmgard Keun

Kind aller Länder
List Taschenbuch, 1938, 211 Seiten

Kully ist erst zehn, aber sie kennt schon Wien, Warschau, Prag und Paris, denn ihre Eltern sind auf der Flucht vor den Nazis. Durch ihre Augen erfahren wir das Leben im Exil. Jeder neue Tag ist ein Kampf ums Dasein. Der Vater steckt als verschwendungssüchtiger Schriftsteller fortwährend in Geldnöten. Seine Werke sind in Deutschland von den Nazis verboten. Oft verlässt er die Familie um irgendwo (oft in anderen Städten und sogar in anderen Ländern) bei ausländischen Verlegern oder bei Freunden Geld zu beschaffen. Dauernd ist er auf der Suche nach Bargeld. Kully weiß, wie schlimm es ist, keinen Pass und kein Geld zu haben, aber sie gehört nicht zu den Menschen, die sich entmutigen lassen. Aus der Perspektive dieses jungen Mädchens wird uns einen Einblick in das Leben der Emigranten geboten. Das Werk ist 1938 erstmals in Amsterdam erschienen. Es gibt zudem ein Porträt des Paares, das Irmgard Keun und Joseph Roth einmal waren, und das im Buch Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann eine wichtige Rolle spielt. Durch die Augen eines jungen Mädchens wird auf sehr humoristische Weise das Leben im Exil beschrieben. Vater und Mutter sind leicht als Irmgard Keun und Joseph Roth zu erkennen.

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