Kraft - Jonas Lüscher

Jonas Lüscher

Kraft
Verlag C.H. Beck, Roman, 2017, 237 Seiten
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Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. Kraft soll in einem 18-¬minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen. Komisch, furios und böse wird in diesem klugen Roman von einem Mann erzählt, der vor den Trümmern seines Lebens steht, und einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann. Der Schweizer Autor Jonas Lüscher hat mit ´Kraft` einen Roman abgeliefert, der nicht nur gut geschrieben ist, sondern auch klug und manchmal komisch ist. In dem Roman, der einen ironischen Erzählton hat, rechnet Lüscher mit dem Neoliberalismus ab.

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